IMG_1760

 

(…) Zum Start aber, in Saal zwei, ein surrealistisches Fragengewitter. Einer (Sebastian Gibas) sieht aus wie der Autor höchstpersönlich. Mit fünf Bürogenossinnen und -genossen hämmert er auf seine Hermes Baby ein, die Fragen aus den insgesamt elf Fragebögen Frischs jagen sich, unterbrochen, rhythmisiert, aufgepeitscht von E-Gitarre, Bratsche, Schlagzeug, Klavier, Ukulele, Maultrommel, Klarinette, Trompete. Die Musik  (konzipiert von Roderik Vanderstraeten) spielen die sechs Frageakrobaten gleich selbst, rund um, auf und unter dem Frisch-Tisch. Antworten sind zwecklos, die Szenerie ist urkomisch, die Einfälle grandios (besonders wo es um Freundschaft oder ums Geld geht) und selten (bei den „Heimat“-Fragen) auch mal platt. Frischs moralisch hoher Frageton wird mit einer musikalischen Ironie dekonstruiert, die an Marthaler erinnert. (Fragebogen I-XI)

(…) Jazzig, nachdenklich oder fröhlich dahintrappelnd machen Scott Roller und Roderik Vanderstraeten die Musik dazu, mit Gitarre, Cello und jeder Menge exotischer Percussion. Roller entreißt seinem elektrisch verstärkten Cello das schärfste Riff seit „Smoke on the water“, fast alle zehn Mitwirkenden singen auch. Das musicalische Tanz- und Bewegungstheater erinnert in seiner bilderreichen Verschrobenheit an Bob Wilsons „Alice“-Musical, das er einst fürs Hamburger Thalia-Theater kreierte. Wie schon früher brilliert Kurzeja dabei wieder als Regisseurin, die mit Ironie und visueller Fantasie sämtliche theatralische Mittel zum Gesamtkunstwerk integriert. (Alice im Iconsland)

(…) Fellini hätte das nicht schöner hingekriegt, diese leichtfüssigen und poetischen Bilder aus dem nicht ganz gewöhnlichen Leben, begleitet vom einfühlsamen Livesoundtrack der Musiker Roderik Vanderstraeten und Sasha Slain. […] ein herzwärmender Tanzabend. (Die Stunde da wir nichts voneinander wussten)

(…) Auch Einsamkeit hat einen Rhythmus, auch Tristesse macht ein Geräusch. Bei der Premiere von Aki Kaurismäkis “I Hired A Contract Killer” wurde in den Bochumer Kammerspielen ein Element in den Vordergrund gestellt, dass in vielen Theaterinszenierungen eine untergeordnete Rolle spielt: Der Ton. Die Tauben auf der Dachwohnung des Killers, die U-Bahn, die Henri zur Arbeit in den Londoner Wasserwerken rumpelt – Roderik Vanderstraeten macht sie auf der Bühne hörbar und damit Räume erfahrbar, ohne das kompliziert umgebaut werden muss. Ein genialer Einfall für die schwierige Theater-Umsetzung einer filmischen Handlung mit all ihren detailreichen Sets. (I Hired a Contract Killer)

(…) Die Musikeinlagen machen Spaß, ob es eine sinn- und trostlose Nummer in einer ebensolchen Kneipe ist, die monoton vorgetragen wird, oder das melancholische Liebeslied, das der Theatermusiker Vanderstraeten in einem bemerkenswerten Akt der Konzentration am Ende seiner umfangreichen Tonbegleitung kraftvoll zur Gitarre in den Raum singt. Eine durch und durch gelungene Arbeit, die es in Bochum bestimmt zum Publikumsrenner bringen wird. Cash und Kaurismäki sind die ungleichen Brüder im Geiste der Melancholie, die hier an der Königsallee zu Schrittmachern werden auf dem Weg zum Erfolg. (I Hired a Contract Killer)

(…) Fasziniert lauschen sie den vielfältigen Geräuschen und der Musik von Roderik Vanderstraeten. Flötentöne, Babbelgeräusche und Meeresrauschen mit Walgesang – all das kommt handgemacht von der Bühne, während vor den Augen der kleinen und großen Zuschauer Bilder zu einer Abenteuerreise gemalt werden. Ein Live-Erlebnis. Vanderstraeten ist schon allein wegen seines Ton-Arsenals einen Besuch wert. Dieses Stück ist zwar für Kinder ab drei Jahren geschrieben, Theaterfreunden jeden Alters sei es aber empfohlen. (Troi)

(…) Sein Herz aber, das verschenkt man nicht nur wegen des Tanzes und des eleganten Bühnenbildes an diese Aufführung. Es ist die Musik von Roderik Vanderstraeten, die alles auf eine sinnliche Ebene bringt. Hoch konzentriert dosiert er Klang und Stille. Es rührt an, wenn das Klavier zum Weinen traurig anschlägt und die einsame Penelope sehnsuchtsvoll aufs weite blaue Meer schaut. (Penelope)

(…) Das Klavier aus Roderik Vanderstraetens wunderbar beredter, mit vielen instrumentalen ” Zungen ” erzählender Musik tröpfelt verlorene Töne hinzu. (Penelope)

(…) Vanderstraetens Musik, eine über weite Strecken faszinierende Mischung aus verwunschenem, elektronischen Sound und rhythmisch drängender Perkussion, ist beiden Stücken sicherer Klangmantel und aktiver Partner zugleich. Ein sehenswerter Abend, der sicher noch mehrere Aufführungsserien erleben wird. (Das Mysterium der Zahlen)

(…) Raffiniert und ungemein eigenwillig ist auch die Musik von Roderik Vanderstraeten und Joao de Bruco. Zum größten Teil live gespielt untermalt sie in außergewöhnlichen elektronisch, akustischen und computerverzerrten Klangbildern die Sagenwelt auf der Bühne. Einen ganz besonderen Erfolg können die beiden Musiker und Komponisten der Musik zu Dolomytica für sich verbuchen: Sie haben den diesjährigen Premio Danza&Danza für die beste Original-Balletkomposition eben für “Dolomytica” gewonnen. (Dolomytica)

(…) “No Place Construction” (Musik: Roderik Vanderstraeten) gehört zu den starken Momenten. Zu synthetischen Klängen, die geflutet werden von Bildern aus der Modewelt mit schicken, irgendwie klinisch rein und zynisch grinsenden Typen werden drei Tänzer zu Sparringspartnern gemacht auf der Suche nach Nähe. (No Place Construction)

(…) Auch der Komponist Roderik Vanderstraeten, der mit sein grandiosen Live-Musik die Leiden der gequälten Körper hörbar macht. (Bodysound)

(…) Die gespannte Ruhe wird durch das Getöse zwei mannshoher Gasflaschen unterbrochen. Hinter den Zuschauern rollen sie wummernd über den harten Beton. Der Ton einer Frauenstimme durchschneidet das alte Tonnengewölbe, trifft auf einen ähnlich rauhen Ton undefinierbaren Ursprungs. An der Stirnseite der Aktionsfläche residiert – einem Master of Ceremony gleich – der Musiker Roderik Vanderstraeten mit diversen Instrumenten, darunter Metallstücke, Schlagstöcke, Besen und Glocken. (Verkörperter Spiegel)