Iphigenie auf Tauris

Iphigenie auf Tauris

IPHIGENIE AUF TAURIS
Schauspielhaus Bochum, Premiere 16. Oktober 2005

Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe

Iphigenie lebt im Tempelhain der Diana auf Tauris unter dem Schutz des Königs Thoas. Sie war von der Göttin vor der Opferung durch den eigenen Vater, den Feldherrn Agamemnon, gerettet worden. Seitdem dient sie Diana als Priesterin im Heiligtum. Doch sie sehnt sich nach Heimat, »das Land der Griechen mit der Seele suchend«. Als sie einen Heiratsantrag Thoas’ zurückweist, droht dieser mit der Wiedereinführung des Menschenopfers, das er an zwei Fremden, die auf der Insel gelandet sind, vollziehen will. Es sind der von den Rachegöttinnen verfolgte und wahnsinnige Orest, Iphigenies Bruder und sein Freund Pylades, die aufgrund eines Orakelspruches nach Tauris gekommen sind. Die Begegnung mit dem Bruder führt bei Iphigenie zu einer schweren Glaubens- und Identitätskrise. Denn um den Bruder zu retten, müsste sie sich in ein Netz von Lügen verstricken.

Goethes Schauspiel handelt von Verantwortung, Schuld und Vergebung, Pflicht und Neigung, Schicksalsergebenheit und selbst bestimmtem Handeln und beschreibt dabei den Sieg der Wahrheit und Humanität über Menschenopfer und Barbarei. Damit steht es sinnbildlich für die Ideen der deutschen Klassik.

Regie: Elmar Goerden
Komposition: Roderik Vanderstraeten
Bühne & Kostüme: Silvia Merlo & Ulf Stengl
Dramaturgie: Michael Huthmann