Minna von Barnhelm

MINNA VON BARNHELM
Schauspiel Frankfurt, Premiere 24. September 2010

 

Nachkriegszeit. Es liegt etwas in der Luft, das nach Veränderung riecht. Aber an den großen Gefühlen wie Liebe und Ehre leidet man wie zuvor. Minna ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Verlobten im gleichen schäbigen Gasthof abgestiegen wie ihr Major von Tellheim, sie weiß es nur noch nicht. Der Krieg hat dem Major zwar Minnas Zuneigung eingebracht, aber auch eine Reihe von Verletzungen. Verarmt, entlassen, am rechten Arm verwundet und in seiner Ehre beleidigt – man wirft ihm die Unterschlagung von Geldern vor –, sieht sich Tellheim außerstande dem Fräulein Barnhelm zu begegnen, geschweige denn sein Eheversprechen einzuhalten. Als die beiden dennoch aufeinander treffen, beginnt ein Kampf um Werte wie Gleichheit, Ehre, Glück und um das gesellschaftliche Äquivalent des Wertes schlechthin: Geld. Tellheim ist nicht von den eigenwilligen Konsequenzen abzubringen, die er aus seinem Unglück ziehen will. Doch Minna unternimmt alles, um an ihr Ziel zu kommen, mit Scharfsinn und Witz.

Regie: Jorinde Dröse
Live-Musik: Roderik Vanderstraeten
Bühne: Julia Scholz
Kostüme: Barbara Drosihn
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:
Marc Oliver Schulze: Major von Tellheim
Claude De Demo: Minna von Barnhelm
Sandra Gerling: Frankziska
Sascha Nathan: Just
Till Weinheimer: Paul Werner / Eine Dame in Trauer
Michael Benthin: Der Wirt
Michael Abendroth: Riccaut de la Marliniére
Roderik Vanderstraeten: Musiker