Andorra

AndorraANDORRA
Stück in zwölf Bildern von Max Frisch
Freitag, 18. September 2015 19.30 Uhr, Grosses Haus, Konzert und Theater St Gallen

Mit Andorra in der Regie von Katja Langenbach eröffnet das Theater St.Gallen die Schauspielsaison im Grossen Haus. In Andorra entwirft Max Frisch eine Parabel über die Mechanismen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Vorurteil und Meinungsmache gegen das Anderssein. Ein Stück, das vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik ein tragisch aktuelles Thema behandelt.

Als Solidarität in Andorra noch etwas galt, gab der Lehrer seinen unehelichen Sohn Andri als gerettetes Judenkind aus. So wurden ihm Ansehen und Unterstützung zuteil. Nun aber ist Andorra von antisemitischen Vorurteilen durchsetzt und gerade Andri entspricht nach Meinung der Andorraner genau jenem Bild, das sie sich von einem Juden gemacht haben. Der junge Mann, falsch wahrgenommen, verachtet und zum Anderssein gezwungen, fügt sich im Ringen um die Frage nach der eigenen Identität schliesslich dem ihm zugedachten Schicksal.

Max Frisch (1911 – 1991) führt den Antisemitismus in einem Stück ohne Juden vor und entwirft mit Andorra eine Parabel über die Mechanismen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Vorurteil und Meinungsmache gegen das Anderssein. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in der Schweiz behandelt Andorra damit ein tragisch aktuelles Thema.

Inszenierung: Katja Langenbach
Bühne: Katrin Hieronimus
Kostüme: Julia Ströder
Sounddesign: Roderik Vanderstraeten
Licht: Andreas Enzler
Dramaturgie: Nina Stazol

Mit: Luzian Hirzel, Danielle Green, Bruno Riedl, Simone Stahlecker, Matthias Albold, Diana Dengler, Tobias Fend und Christian Hettkamp