Transit

TRANSIT

eine theatrale Erkundung von Katja Langenbach nach dem Roman von Anna Seghers
Warum flüchten die Menschen eigentlich?
Vor dem Tod? Der wird sie auch unterwegs einholen.

TRANSIT von Anna Seghers ist eine von vielen vergleichbaren Geschichten, die von den Medien täglich an uns herantragen werden, die unsere Vergangenheit prägen und die sich in unser kollektives Gedächtnis eingeschrieben haben.
Warten, Resignation, Chaos – so erlebt Franz 1941 die Hafenstadt Marseille. Hier versammeln sich Flüchtlinge wie er selbst, um für die richtigen Papiere auf Konsulaten anzustehen. Diese letzte Hoffnung hält sie am Leben: ein Platz auf einem Schiff, das sie aus dem brennenden Europa der Nazis wegbringt. Franz gelangt durch Zufall an die gültigen Papiere eines toten Schriftstellers, dessen Identität er annimmt. Während der zähen, eisigen Wintertage, in denen er seine Abreise vorbereitet, lernt er Marie kennen – eine Frau, die rastlos die Stadt durchstreift auf der Suche nach ihrem Mann, den sie unterwegs verloren hat. Franz verliebt sich in Marie und auch als er begreift, dass sie die
Frau des Toten ist, sagt er ihr nichts von dessen Schicksal. Alles bleibt in der Schwebe, alles bleibt im ewigen Transit.

Die Produktion aus St. Gallen (Schweiz), besetzt mit einem internationalen Team aus Schauspielern und Tänzerinnen erzählt die Geschichte aus einer heutigen, persönlichen Perspektive und untersucht gleichzeitig die archetypischen Fragen von Vertreibung und Heimatlosigkeit.

Katja Langenbachs Inszenierung feierte im August 2017 in St. Gallen Premiere und ist nun in Konstanz, Ulm, Rumänien und im BRUX / Freies Theater Innsbruck zu sehen.

mit Mar­tin Car­ne­va­li, Hella Immler, Alex­and­re Pe­li­chet, Marta Rosa
Regie und Fas­sung: Katja Lan­gen­bach
Cho­reo­gra­fie: Exe­quiel Bar­re­ras
Aus­stat­tung: Hella Pro­koph
Musik: Har­mo­nie59 – Roderik Vanderstraeten, Scott Roller und Christoph Sauer
Licht: Robin Push­pa­rat­nam
Dra­ma­tur­gie: Me­la­nie Osan
Re­gie­as­sis­tenz: La­di­na Bösch, Me­la­nie Osan
Pro­duk­ti­ons­lei­tung: Ann Kat­rin Co­oper

Regie Katja Langebach