Personne oder Fräulein Irgendwer
erkundet unsere Social Media-Kultur durch den Blick in den Spiegel, von jeher ein Symbol der Selbstbeobachtung und Selbstbestätigung – ebenso wie der Selbstentfremdung. Die Protagonistin des surrealen Rollenspiels bewegt sich darin zwischen Selbstdarstellung und Selbstreflexion.
In der solistischen Versuchsanordnung treffen das Medium Film auf die Möglichkeiten der choreografischen Montage: der gefilmte Blick in die Kamera und der Blick auf den Film lassen einen vielfach gebrochenen Dialog zwischen Ich und Wunschbild entstehen.
In buchstäblich gespiegelten Bildern und Räumen changieren so Illusion und Reales, Privates und Öffentliches, Ego und Image.
Auch das Publikum in dem frei begehbaren Bühnenraum wird Teil der Inszenierung. Denn die Durational Performance, angelegt als hintereinander geschaltete Loops, macht die Zuschauer zu aktiven Voyeuren und bindet sie ein in das Spiel vom Sehen und Gesehen-Werden.
Konzept, Choreografie, Tanz, Video, Schnitt: Eva Baumann
Szenografie, Mitarbeit Video, Kameraassistenz, Kostüm: Katrin Wittig
Musik: Roderik Vanderstraeten
Lichtdesign: Ingo Jooß
Choreografische Assistenz: Margherita Bergamo Meneghini / Barbara Conde
Grafik: Melanie Werner
Fotografie: Daniela Wolf
PR/ÖA: Nicola Steller